Menschen in Siegerland und Wittgenstein besser verbinden
Eine Initiative von Unternehmen und Arbeitnehmern

Landrats-Wahl: Kandidaten zu Route 57

Siegen-Wittgenstein steht vor einer Richtungsentscheidung. Mit der Landratswahl wird auch die Frage nach der Zukunft der Verkehrsinfrastruktur im Kreis gestellt. Der Verein „Route 57“ setzt sich seit Jahren für den Bau einer leistungsfähigen Straßenverbindung zwischen Siegerland und Wittgenstein ein – eine Verbindung, die längst überfällig ist, um die wirtschaftliche Stärke der Region zu sichern und die Lebensqualität der Menschen zu verbessern. Die Situation ist für viele Unternehmen und Beschäftigte inzwischen kaum noch tragbar: Staus, Umwege und marode Straßen beeinträchtigen den Alltag von Pendlern, Auszubildenden und Betrieben. Fachkräfte fehlen, weil die Anbindung nicht attraktiv ist. Gleichzeitig leiden die Anwohner der engen Ortsdurchfahrten unter Lärm, Abgasen und einer Gefährdung ihrer Sicherheit.

Wie aber stehen die Landratskandidaten zur Ortsumgehungskette? Der Verein Route 57 hat nachgefragt – und Antworten erhalten. Deutlich wird: Das Problem wird gesehen und eine Lösung hierfür als unumgänglich betrachtet – wenn auch mit unterschiedlichen Schwerpunkten.

„Keine Stadt in Westdeutschland ist weiter von der Autobahn entfernt als Bad Berleburg – und das in einer der stärksten Industrieregionen Deutschlands“, betont etwa der amtierende Landrat Andreas Müller (SPD). Aus seiner Sicht ist die Route 57 absolut unverzichtbar für den Wirtschaftsstandort Siegen-Wittgenstein – für Unternehmen wie für Pendler. „Jetzt müssen endlich die Bagger rollen! Dafür werde ich mich weiter konsequent einsetzen – insbesondere auch in Düsseldorf.“

Susanne Otto (CDU) verweist auf die kommunale Neugliederung: „Seit 50 Jahren sind Siegerland und Wittgenstein vereint – doch eine verlässliche Verkehrsverbindung fehlt bis heute. Die Route 57 kann dieses Bindeglied sein. Sie bringt Menschen, Arbeitsplätze und Ausbildungsorte näher zusammen – effizient, sicher und zukunftsorientiert.“ Die Kandidatin betont zudem die große Unterstützung, die das Projekt von Wirtschaft, Gewerkschaften und auch dem Bundeswehrstandort Erndtebrück erfährt.

Für eine Verbesserung der Verkehrsverbindung zwischen Siegen und Wittgenstein sollten keine ökologischen Prinzipien geopfert werden, meint Landratskandidatin Meike Menn (Bündnis 90/Grüne) und spricht sich für eine „moderne Verkehrsinfrastruktur für Menschen und Unternehmen“ aus. Dies bedeute heute nicht mehr „überdimensionierten Straßenneubau, sondern intelligente, nachhaltige Mobilität.“ Hierzu zählt sie unter anderem einen stärkeren Ausbau der Schiene, mehr Radwege sowie innovative Mobilitätskonzepte.

Auch Jan Michael Stefener (Volt) sieht Handlungsdruck: „Die Route 57 ist vor allem wichtig, um Transport- und Logistikkosten für die ansässigen Unternehmen deutlich zu reduzieren. Schwerlasttransporte müssen zurzeit einen nicht hinnehmbaren Umweg nehmen. Dieser Standortnachteil muss beseitigt werden, damit diese Unternehmen nicht abwandern.“ Gleichzeitig fordert er, dass ökologische Ausgleichsmaßnahmen über die gesetzlichen Standards hinaus umgesetzt und Lärmschutzmaßnahmen für die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner eingeplant werden.

Ingo Langenbach (Die Linke) sieht den Nutzen der Verbindung für den Fernverkehr in „keinem vernünftigen Verhältnis“ zu den Belastungen für  Anwohner und Natur in den betroffenen Gebieten. Der Kandidat spricht sich für den Ausbau bestehender Straßennetze und Korridorlösungen für Unternehmen im Kreisgebiet aus. Zudem favorisiert er eine Stärkung des Container-Terminals und des Schienennetzes in der Region.

Der Verein „Route 57“ erwartet große Chancen für den Wirtschaftsstandort, die mit einer zügigen Umsetzung der Route 57 verbunden sind. Vorsitzender Eckehard Hof: „Wir brauchen eine Verkehrsanbindung, die Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft gleichermaßen berücksichtigt – und wir brauchen sie jetzt! Der Bund stellt in naher Zukunft erhebliche Mittel für Infrastrukturmaßnahmen bereit. Die müssen auch hier bei uns ankommen. Die Menschen und Unternehmen warten seit Jahrzehnten auf eine Lösung. Mit der Route 57 können wir Arbeitsplätze sichern, Ausbildungswege erleichtern und die Lebensqualität der Anwohnerinnen und Anwohner spürbar verbessern.“

 

 

Statements der Landratskandidaten: Einfach QR-Code einscannen und gewünschtes Statement aufrufen.

 

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